Hitzeschutz – gemeinsam Verantwortung übernehmen

Heiße Tage und lange Hitzeperioden gehören zunehmend zu unserem Alltag. Was früher die Ausnahme war, wird durch den Klimawandel immer häufiger zur Belastung – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie alle, die im Freien arbeiten. Hitzeschutz ist deshalb eine gemeinsame Aufgabe: Jede und jeder kann etwas tun – und auch unsere Gemeinde ist gefordert.

So schützen Sie sich und andere:

Schon mit wenigen Maßnahmen lässt sich die Gesundheitsbelastung durch Hitze deutlich verringern:

  • Trinken Sie regelmäßig Wasser – auch ohne Durstgefühl.
  • Meiden Sie die pralle Mittagssonne und verlegen Sie körperliche Aktivitäten möglichst in die Morgen- oder Abendstunden.
  • Tragen Sie leichte, helle Kleidung und schützen Sie Ihren Kopf.
  • Halten Sie Wohnräume tagsüber möglichst kühl und lüften Sie in den frühen Morgen- oder Abendstunden.
  • Achten Sie besonders auf ältere Menschen, Alleinlebende und Nachbarinnen und Nachbarn, die Unterstützung benötigen könnten.
  • Lassen Sie Kinder und Haustiere niemals im Auto zurück – bereits nach wenigen Minuten können dort lebensgefährliche Temperaturen entstehen.

 

Hitzeschutz-Knigge: Der Hitzeknigge | Umweltbundesamt
Hitzeschutz beginnt mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Fragen Sie nach, ob ältere oder kranke Menschen Hilfe benötigen. Sorgen Sie bei Veranstaltungen für ausreichend Trinkwasser und schattige Plätze. Denken Sie auch an Tiere und die Natur: Wasserschalen für Vögel und Insekten sowie das Gießen von Straßenbäumen helfen, die Folgen großer Hitze abzumildern.

Was unsere Gemeinde tun sollte:
Ein wirksamer Hitzeschutz beginnt vor Ort. Dazu gehören:

– mehr Bäume pflanzen und bestehende Bäume konsequent erhalten,
– Grünflächen schaffen und versiegelte Flächen entsiegeln,
– Trinkwasserbrunnen und kostenlose Wasserstationen bereitstellen,
schattige Aufenthaltsorte und Sitzgelegenheiten schaffen,
– Dach- und Fassadenbegrünung fördern,
– Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen gezielt unterstützen,
– einen kommunalen Hitzeaktionsplan entwickeln und die Bevölkerung frühzeitig informieren,
– bei Neubauten und der Gestaltung öffentlicher Räume konsequent auf Klimaanpassung und ausreichende Begrünung setzen.

Wer heute in Begrünung, Entsiegelung und Schatten investiert, schützt morgen die Gesundheit aller. Hitzeschutz ist eine Investition in Lebensqualität, Gesundheit und eine zukunftsfähige Gemeinde.

Mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Trinkwasser und mehr Grün sind keine Luxusprojekte, sondern notwendige Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft. Dafür setzen wir Grünen uns ein – damit unsere Gemeinde auch in Zeiten des Klimawandels ein guter, gesunder und lebenswerter Ort für alle bleibt.

Weitere Informationen zum Hitzeschutz finden Sie hier:
Bundesgesundheitsministerium: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/hitze.html
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (Hitzeportal): https://www.bioeg.de/themen/klimawandel-und-gesundheit/hitze/